BRISTOL SPIRITS RUM JAMAICA 16 ANS LONG POND DISTILLERY
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MONY MUSK und LONG POND sind zwei der ältesten Plantagen Jamaikas und gehören zu den wenigen, die während der letzten hundert Jahre die Umwälzungen in der Rum- und Zuckerindustrie überstanden haben. 1893 gab es auf Jamaika 148 Brennereien, von denen 1983 nur sechs übriggeblieben waren. Die Brennerei Mony Musk liegt im Süden der Insel in St. Catherine's Town. Dort wird seit dem 18. Jahrhundert Rum aus der lokal produzierten Melasse hergestellt, obwohl diese Brennerei bis zu den heutigen Tagen kein eigens Markenzeichen hatte. Dies ist in Jamaika kein Ausnahmefall, denn dort wurde der überwiegende Teil des Rums im Großhandel für die spätere Mischung verkauft. Long Pond befindet sich hingegen im Norden der Insel, südöstlich von Falmouth und östlich des berühmten Touristenparadieses Montego Bay. Die Plantagen, von denen die Brennerei umgeben ist, liefern das Rohmaterial für die Melasse, aus welcher der Rum destilliert wird. Das Wort stammt vom spanischen "melaza", das seinerseits entfernt mit dem französischen "miel" (Honig) verwandt ist, das hier in seiner Bedeutung als Süßmittel steht. Ebenso wie Monymusk wurde auch der Long Pond Rum jahrelang nicht mit einem eigenen Etikett vertrieben. Für viele stellt jedoch der in Jamaika mit den alten Pot-Still-Brennblasen destillierte Rum den Maßstab dar, nach dem man sich bei der Geschmacksdefinition zu richten hat. Zu Anfang hatten alle Rumsorten aufgrund des Gehalts an Schlempe "dunder", einem Gärungsrückstand, der das Bakterienwachstum fördert und in einem gewissen Sinne dem "sour mash" der amerikanischen Whiskys ähnelt, einen schweren, sauren Geschmack. Wird diese Zutat vor der Destillation in kontrollierter Menge zugesetzt, verleiht sie dem Rum größere Aromastärke. So ist der Monymusk, ein "Plummer", d.h. relativ leicht, während hingegen der Long Pond ein "Wedderburner" ist, der über ein beständigeres Bouquet verfügt, obwohl er jünger ist. LONG POND 16 YEAR OLD - Diese Partie wurde 1986 destilliert und nach England verschickt, wo sie in Eichenfässern bis 2000 gelagert wurde. Danach wurde sie in zuvor für Oloroso-Sherry verwendete Fässer umgefüllt, bis sie von der Bristol Spirits 2002 in Flaschen abgefüllt wurde. Die spanischen Fässer haben dem Produkt eine außergewöhnliche Abrundung mit einer reichhaltigen Zugabe von natürlichen Vanillearomen verliehen. Die Farbe ist mittleres, leuchtendes Gold. Gut verestert mit dem typisch traditionellen Charakter des Rums. Intensiver Duft von Banane und Vanille. Seidig am Gaumen mit ähnlichen Eigenschaften im Bouquet. Gute und lange Nachhaltigkeit mit gut kontrollierter Holznote. Sehr angenehm und ausgewogen.